Das Palmöl und die Umwelt

Was die Umwelt betrifft, so hat eine Studie, die auf dem Journal of Geophysical Research: Biogeosciences von Lisa Curran und anderen Kollegen veröffentlicht wurde und bei der zwischen 2009 und 2012 die Gewässer in der Nähe der Plantagen mit Ölpalmen an der Grenze des Nationalparks Gunung Palung des indonesischen Borneos untersucht wurden, deutlich gezeigt, dass das Wasser im Durschnitt um vier Grad Celsius wärmer war als in den Gebieten, die nicht an die Palmen grenzten, dass es 550 Mal mehr Sedimente als im Normalfall enthielt und - eine besonders allarmierende Tatsache – dass es sehr plötzliche Variationen im Sauerstoffkonsum verzeichnete – besonders während der trockenen Jahreszeit. Die kalifornischen Wissenschaftler meinen, dass die Schäden am Ökosystem sich vermutlich viele Kilometer um das Anbaugebiet herum ausweiten, gerade deshalb, weil sie das Wasser betreffen, und sie stellen ein gefährliches Risiko für die Wasserversorgung der dortigen Völker dar und, auf einer höheren Ebene, könnten sie das Problem des Trinkwassermangels verschärfen. Darüber hinaus: Eine schlechtere Wasserqualität hätte auch Folgen für die Korallenriffe an den Mündungen der Flüsse, für die verschiedenen Fischarten und generell für das Ökosystem und die lokale Wirtschaft. In den Plantagen werden ungefähr 25 verschiedene Pestizide verwendet, aber ihre Anwendung wird nicht überwacht und das Risiko einer Verseuchung der Böden und der Gewässer ist sehr hoch. Im asiatischen Südosten wird ein Produkt namens Paraquat stark benutzt, ein giftiges und in 36 Ländern illegales Herbizid, das beim Einatmen oder durch die Hautaufnahme tödlich sein kann; oft werden die Arbeiter für eine ziemlich anstrengende Tätigkeit (die Traube von Früchten wiegt bis zu 25 kg) weniger bezahlt als es der Mindestlohn vorsieht; auch Verwandte werden oft gezwungen kostenlos mitzuhelfen, damit die Familie den Tagessatz erreicht. Ebenso ist Kinderarbeit verbreitet (Quelle Altroconsumo). Einige der weltweit wichtigsten Palmölhersteller haben sich einverstanden erklärt, mit der systematischen Zerstörung der Urwälder aufzuhören, um den Boden zur Ölpalmenproduktion zu nutzen, indem sie den High Carbon Stock Approach (HCS) anwenden, den Greenpeace und Forest Trust vorgeschlagen haben, um alle bestehenden Waldzonen zu identifizieren (ilfattoalimentare.it).

Tag: Palmöl Umwelt

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