Palmöl Effekt auf die Gesundheit

Was die Auswirkungen auf unsere Gesundheit infolge des Konsums von Palmöl betrifft, so gibt es dazu in der Forschung viele und strittige Daten: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekennt, dass es überzeugende Beweise dafür gibt, dass Palmöl zu einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen beiträgt. US-amerikanische und europäische Forschungsprojekte bestätigen diese Studie der WHO, die von den Studien, die vom Komitee für die Förderung von malesischem Palmöl in Auftrag gegeben wurden, angefochten wird (Malaysian Palm Oil Promotion Council). Eine Überarbeitung der gesamten Forschungsliteratur zum Thema, die 2013 von zwei Forschern des Mario Negri-Instituts in Mailand veröffentlicht wurde (Palm oil and palmitic acid: a review on cardiovascular effects and carcinogenicity in «International Journal of Food Sciences and Nutrition», August 2013), zeigt, dass der Großteil der Studien, die in Betracht gezogen wurden, keine aktive Rolle der Palmitinsäure beim Aufkommen von Herzkrankheiten zeigen, besonders wenn man Menschen mit einem guten Cholesterinwert untersucht, mit einem angemessenen Konsum von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Außerdem gibt es im Moment keine Beweise für eine hypothetische Beteiligung der Fettsäuren der Palme bei Krebserkrankungen. Enzo Spisni, Dozent für Ernährungsphysiologie an der Universität Bologna, hebt in seinem Blog hervor, dass die veröffentlichten Studien nicht vermerken, von welchem Öl die Rede ist (unraffiniert, raffiniert, destilliert), weshalb man das Risiko eingeht, nicht homogene Daten zu vergleichen. Vorstudien zeigen, dass Palmöl, das der Umesterung unterzogen wurde, negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel der Fette und somit auf die Gesundheit von Herz und Arterien haben könnte (die Umesterung ist ein chemischer Prozess, der es erlaubt die Moleküle der Pflanzenöle wiederzuverteilen und neu zu organisieren, um ihre physisch-chemischen Eigenschaften zu beeinflussen). Darüber hinaus besteht das Risiko, dass das Palmöl Restbestandteile der giftigen Substanzen beinhaltet, die beim Anbau oder im Anbaugebiet zum Einsatz kommen: Die Dosierungen, die bis jetzt im internationalen Rahmen vorgenommen wurde, haben nicht die Präsenz dieser Substanzen in einer nicht erlaubten Menge vorgefunden, aber es gibt immerhin die Möglichkeit eines Häufungseffekts, der vor allem für Kinder kritisch sein könnte. Deshalb liegt das Problem vor allem dabei, wie viel wir davon einnehmen. Man beginnt beim Frühstück, mit Keksen und Müsli und dann macht man den ganzen Tag weiter: Deshalb, gut aufpassen auf die Etiketten und, um den Häufungseffekt zu vermeiden, könnte man jene Produkte, die dieses Fett beinhalten, wenn möglich, zum Frühstück mit Süßwaren aus eigener Herstellung, zur Jause mit frischem Obst und mit Trockenobst und mit Schokoladenaufstriche mit Kakaobutter austauschen.

Tag: Palmöl Gesundheit Ernhärung Lebensmitteln Kreislauf-Krankheiten

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